FRAGEN

Wie finanziert sich der Betrieb des Museums langfristig?

Die KEMENATE soll als ein betriebswirtschaftliches Unternehmen geführt werden, das sein ideelles Ansinnen mittels seiner gewerblichen Aktivitäten finanziert. Die nach Einrichtung überschaubaren Betriebskosten der KEMENATE können durch die gewerblichen Aktivitäten finanziert werden.
Starkes Interesse an regionaler Geschichte, verstärkte Nachfrage nach Kulturangeboten, Kulturtourismus sowie Alterung und Individualisierung der Gesellschaft sind langfristige Trends, die das Konzept der KEMENATE stützen. Die Kosten des Immobilienerwerbs, der Gebäudesanierung und Museumseinrichtung müssen aus eingeworbenen privaten und öffentlichen Mitteln bestritten werden.

Sollte ein Gesamtthüringen im Blick habendes Museum nicht in der Landeshauptstadt angesiedelt sein?

Nein, denn Thüringen ist ein zutiefst kleinterritorial geprägter Landstrich, der seine Stärke aus der räumlichen Breite und vielfältigen Kulturlandschaft bezieht und nicht aus der Fokussierung auf ein Zentrum. Ein Museum über die Thüringer Kulturgeschichte ist daher in verschiedenen Thüringer Städ-ten vorstellbar. Schmalkalden bietet sich aus verschiedenen Gründen an: Die landschaftlich reizend gelegene Stadt bietet mit ihrem intakten historischen Stadtkern ein ideales Umfeld.

Welche Rolle soll die KEMENATE für Schmalkalden spielen und was bringt das Museum der Stadt?

Abgestimmt mit anderen lokalen Einrichtungen wird die KEMENATE das kulturelle Angebot der Stadt Schmalkalden um einen Schwerpunkt erweitern. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Trends (mehr Kultur, mehr Lokales, mehr alte Bürger) kann eine solche Einrichtung für eine Region und ihre Menschen nur nutzbringend sein. Im Rahmen der anstehenden Jahrzehnte des Reformationsjubiläums kann die Einrichtung dazu Beitragen, Schmalkalden kulturell und touristisch als anspruchsvollen „Museumsort“ zu positionieren. Schmalkalden als eine im ostdeutschen Vergleich wirtschaftlich agile Region bietet beste Voraussetzungen.

Weil die KEMENATE eine privatrechtliche Einrichtungen ist, fallen für die öffentliche Hand keine Kosten an – im Gegenteil wird die Innenstadt in kultureller und gewerblicher Hinsicht erheblich aufgewer-tet und ein schwieriges Baudenkmal gerettet und optimal genutzt. Mittel des städtebaulichen Denk-malschutzes sind für die Sanierung des Gebäudes unabdingbar.

In Schmalkalden agieren derzeit die lokale Galerie „Kunsthaus am Markt“ und das „Museum Schloss Wilhelmsburg“, deren Ausstellungsaktivität ob eines Schwerpunktes auf zeitgenössischen, meist regionalen Vertretern der bildenden Kunst sich mit der Ausrichtung der KEMENATE eher nutzbringend ergänzen als konkurrierend überschneiden wird.

Wie kann ein junges Museum wie die KEMENATE mit so berühmten und tourismusstarken Museums-standorten z.B. Eisenach mit der Wartburg oder Weimar konkurrieren?

Thüringen besitzt zahlreiche Museen, Gedenkstätten, Schlösser, Burgen und sonstige historische Relikte. Darunter sind so bedeutende Objekte wie das UNESCO-Weltkulturerbe der Wartburg und das klassische Weimar. In Konkurrenz mit diesen herausragenden Einrichtungen zu treten, ist natürlich nicht Ziel der KEMENATE. Die Dauerausstellung soll vielmehr einen Überblick über die Geschichte Thüringens mit Schwerpunkt auf kulturgeschichtlich bedeutsame Entwicklungen und Personen legen. Sie richtet sich an Einheimische ebenso wie an Einzel- und Gruppentouristen. Durch einige herausra-gende Exponate und moderne Vermittlungsformen (alle Sinne, audiovisuell) soll die individuelle Aus-stellung thüringenweit Einzigartigkeit und Bekanntheit erlangen. Außerdem wird die KEMENATE neue Möglichkeiten, auch technische, nutzen, um Publikum zu erreichen.

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